In Europa, Nordafrika und Vorderasien leben die Arten der Gattung Aphanius und Valencia. Dabei handelt es sich um urtümliche Killifischarten. Sie besiedeln neben Süßgewässern auch salzhaltige Binnengewässer oder leben in den Mündungsgebieten von Flüßen, wo manche Arten auch in reines Meerwasser  schwimmen. Das Verbreitungsgebiet von Aphanius mento erstreckt sich z. B. von der Türkei nach Süden bis nach Israel und östlich bis weit in den Irak hinein. Die Art Valencia letourneuxi dagegen kennt man nur von wenigen Fundorten an der griechischen Westküste und der Insel Korfu.

 

Aphanius mento, Weibchen

Valencia letourneuxi

 

Urtümliche Killifische finden sich auch in Nord- und Mittelamerika, zum Beispiel die Wüstenfische der Gattung Cyprinodon, deren Verbreitungsgebiet sich von den Wüsten Kaliforniens und Nevadas über Texas und Arizona nach Mexiko erstreckt. Viele dieser Arten müssen in der Natur starke Änderungen in ihren Lebensbedingungen ertragen. Der Salzgehalt in diesen Wüstengewässern ändert sich im Jahresverlauf oftmals stark. Im Sommer konzentrieren sich die Salze durch die Wasserverdunstung stark auf, um bei seltenen aber manchmal doch ergiebigen Regenfällen wieder stark verdünnt zu werden. Auch die Wassertemperaturen sind starken Schwankungen unterworfen: der Unterschied zwischen der Höchsttemperatur am Tage und dem Tiefstwert in der Nacht kann 20 ° Celsius und mehr betragen.

 

Cyprinodon macrolepis "Hazienda Dolores"

Cyprinodon alvarezi

 

 

Cyprinodon macularius "Salton Sea", Männchen, Kurzsteckbrief

Cyprinodon macularius "Salton Sea", Weibchen

 

Eine weitere Gattung Nordamerikas ist die Gattung Fundulus. Sie besiedelt die USA östlich der Rocky Mountains und erreicht im Norden sogar Kanada. Weitere Gattungen sind Jordanella und Garmanella, die in Florida bzw. Mexiko beheimatet sind.

 

Ein Weibchen des Floridakärpflings Jordanella floridae

 Garmanella pulchra "Cozumel"

 

Die Gattung Rivulus schließlich besiedelt das tropische Mittel- und Südamerika. Diese Fische waren früher selbst bei Killianern nicht besonders beliebt, da man fast nur die größer werdenden, meist ziemlich farblosen Arten kannte. Vor allem durch deutsche und holländische Killifreunde wie Dr. Vollrad Etzel und Frans Vermeulen wurden in den 80er und 90er Jahren aber etliche neue Rivulus - Arten eingeführt, die es in der Färbung durchaus mit den westafrikanischen Aphyosemion - Arten aufnehmen können.

 

 Rivulus amphoreus

Rivulus ornatus "Padre Isla"

 

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