Die bekanntesten Killifische sind wohl die Arten der Gattung Aphyosemion sowie die nahe verwandten Gattungen, die aus Aphyosemion ausgegliedert wurden. Dabei handelt es sich um meist sehr farbenprächtige Fische, die West- und Zentralafrika besiedeln. Viele dieser Arten lassen sich auch in mittelhartem Wasser noch gut halten, zur Zucht empfiehlt sich allerdings bei den meisten Arten Wasser mit einer Gesamthärte von etwa 5 bis maximal 10 Grad. Im Gegensatz zu den Saisonfischen handelt es sich bei den meisten Aphyosemion-Arten um Haftlaicher, deren Eier sich bei ständiger Lagerung im Wasser gut entwickeln. Allerdings kann man den Laich auch auf feuchtem Torf aufbewahren, was oftmals auch die Fälle von Laichverpilzung reduziert. Die Zeitigungsdauer der Eier beträgt meist etwa 14 Tage. Manche Arten, wie z.B. Callopanchax- und Fundulopanchax-Arten lassen sich allerdings wesentlich besser vermehren, wenn man sie wie Saisonfische behandelt. Die Eientwicklung bei diesen halbannuellen Arten dauert etwas länger (ca 3 - 5 Wochen). Bei den Haltungstemperaturen sollte man die Herkunft der Tiere berücksichtigen. Viele Aphyosemion-Arten sind Bewohner des Regenwalds und bevorzugen deshalb Temperaturen von etwa 20 - 25 ° C. Manche Arten mögen es noch kühler (siehe auch Diapteron). Unempfindlicher gegen höhere Temperaturen sind Arten, die aus offenen Savannengebieten kommen, wie z.B. Callopanchax- und manche Fundulopanchax-Arten.

 

 

Beginnt man am nordwestlichen Ende des Verbreitungsgebietes, so findet man vom Senegal bis zur Elfenbeinküste Killifischarten, die sich von Aphyosemion deutlich unterscheiden und daher von Clausen in der Gattung Roloffia zusammengefaßt wurden. Dieser Gattungsname war dann viele Jahre lang ein Streitpunkt unter den Killifischliebhabern, der aber nun durch eine wissenschaftliche Arbeit von Murphy und Collier hoffentlich geklärt ist. Die Autoren verteilen die ehemaligen Roloffia auf die Gattungen Archiaphyosemion, Callopanchax und Scriptaphyosemion.

 

Callopanchax monroviae

Callopanchax monroviae

Callopanchax monroviae

 

 

Callopanchax monroviae

Callopanchax monroviae

Callopanchax monroviae, Weibchen

 

 

Callopanchax monroviae

Callopanchax monroviae

Scriptaphyosemion bertholdi "Victoria, SL 93/51"

 

 

Scriptaphyosemion liberiensis

Scriptaphyosemion liberiense

Scriptaphyosemion schmitti "Juarzon"

 

 

Scriptaphyosemion geryi "Robis 1"

Scriptaphyosemion sp. "Lenghe Curoh"

 

Von Togo und Nigeria nach Osten bis zur Zentralafrikanischen Republik und nach Süden über Kamerun und Gabun bis ins Kongobecken erstreckt sich das Verbreitungsgebiet der eigentlichen Gattung Aphyosemion. Diese Gattung ist in einige Untergattungen unterteilt, die teilweise von manchen Autoren auch als eigenständige Gattungen angesehen werden.

 

Einigermaßen unumstritten ist die Gattung Fundulopanchax. Sie beinhaltet die größer werdenden Arten, die früher der Gattung Aphyosemion zugeordnet wurden, wie z.B. fallax und sjoestedti sowie die Arten der gardneri-Gruppe.

 

Fundulopanchax amieti

Fundulopanchax avichang "GEML 00/16"

 

 

Fundulopanchax gardneri "Lafia"

Fundulopanchax gardneri nigerianus "Jos Plateau"

 

 

Fundulopanchax fallax "Fifindi, gelb"

Fundulopanchax fallax "Mouanco"

 

 

Fundulopanchax deltaensis

Fundulopanchax puerzli

 

 

Fundulopanchax marmoratus "Mbonge"

Fundulopanchax gresensi "Dagwa Ntale"

 

 

Fundulopanchax sjoestedti "rot"

Fundulopanchax sjoestedti "rot"

Fundulopanchax sjoestedti "Loe"

 

 

Fundulopanchax sjoestedti "blau"

Fundulopanchax sjoestedti "blau"

Fundulopanchax sjoestedti "blau", Weibchen

Fundulopanchax sjoestedti "blau"

 

 

 

Fundulopanchax scheeli, Männchen

 Fundulopanchax scheeli, Weibchen

 

 

Fundulopanchax walkeri

Fundulopanchax ndianus

Fundulopanchax walkeri

 

Rainer Sonnenberg erhob im Jahr 2000 die Untergattung Chromaphyosemion in den Rang einer Gattung. Diese Gruppe umfaßt die Arten des bivittatum-Formenkreises. Diese Tiere gehören zu meinen Favoriten und in meiner über zwanzig Jahre währenden Zeit als "Killianer" gab es kaum eine Zeit, in der nicht eine Art aus diesem Formenkreis in meinen Aquarien schwamm. In der "AG Chromaphyosemion", einer Arbeitsgruppe innerhalb der DKG, befassen wir uns speziell mit diesen Arten, die vor allem durch ihre Färbung und ihre phantastische Beflossung auffallen. Außer auf der Homepage der Arbeitsgemeinschaft finden sich auch auf der Homepage von Werner Eigelshofen detailierte Informationen zur Gattung Chromaphyosemion.

 

Chromaphyosemion bitaeniatum, Aquarienstamm

Chromaphyosemion bitaeniatum "Lagos"

 

 

Chromaphyosemion bitaeniatum "Lagos"

Chromaphyosemion bivittatum "Funge"

 

 

Chromaphyosemion bivittatum "Biafra"

Chromaphyosemion bivittatum "Biafra"

 

 

Chromaphyosemion bivittatum "Biafra"

Chromaphyosemion bivittatum "Biafra", Weibchen

Chromaphyosemion bivittatum "Biafra"

 

 

Chromaphyosemion poliaki

Chromaphyosemion poliaki, Aquarienstamm

Chromaphyosemion poliaki, Aquarienstamm, Weibchen

 

 

Chromaphyosemion loennbergii "Song Bibai C89/31"

Chromaphyosemion riggenbachi "Ndokama PK 12"

 

 

Chromaphyosemion riggenbachi "Ndokama PK 12"

Chromaphyosemion riggenbachi "Ndokama PK 12"

Weibchen

 

 

Chromaphyosemion alpha "Santa Clara, GJS 00/34"

Chromaphyosemion melinoeides "Fenda, KEK 98/10"

 

 

Chromaphyosemion splendopleure (Kommerzieller Import v.1980)

Chromaphyosemion splendopleure (Kommerzieller Import v.1980)

 

 

Chromaphyosemion splendopleure "Tiko"

 Chromaphyosemion cf. splendopleure "C89/15, Muyuka"

 

 

 

Chromaphyosemion omega "Kopongo II"

 

 

Eine eigene Gattung ist auch Diapteron. Hierbei handelt es sich um kleinbleibende Arten mit einem relativ kleinem Verbreitungsgebiet im Einzugsgebiet des Flußes Ivindo in Gabun. Die Fische leben hier in sehr seichten Gewässern meist versteckt unter ins Wasser gefallenem Laub. Da meist schattige Urwaldbäche und kleine Rinnsale im Regenwald bewohnt werden, sind die Tiere etwas empfindlich gegen höhere Temperaturen. Günstig für die Haltung dieser Arten ist der Temperaturbereich von etwa 18 - 23 ° C.

 

Diapteron abacinum "GBG 92/11"

Diapteron fulgens "LEC 93/6"

 

 

Diapteron cyanostictum

Diapteron cyanostictum "Sam, GBN 88/29"

 

Von den zahlreichen anderen Aphyosemion(??)-Arten hier nur noch ein paar Beispiele:

 

 

Aphyosemion exigoideum

Raddaella splendidum

 

Untergattung Aphyosemion (elegans-Gruppe):

 

Aphyosemion christyi "HZ 85/8"

Aphyosemion christyi "Kapou 1"

 

 

Aphyosemion cognatum "Bandundu"

Aphyosemion decorsei "RCA 91/1"

 

 

Aphyosemion lamberti

Aphyosemion lamberti "GHH 97-11"

Aphyosemion lamberti "G 92/4"

 

 

Aphyosemion sp. "Lake Fwa"

Aphyosemion rectogoense "GHP 80/30"

 Aphyosemion sp. "Lake Fwa"

 

 

 

Aphyosemion sp. "Oyo"

 

 

Untergattung Mesoaphyosemion (calliurum-Gruppe):

 

Aphyosemion australe "Gold" (Zuchtform)

Aphyosemion australe "Gold" (Zuchtform)

 

 

Aphyosemion australe, Weibchen

Aphyosemion bochtleri "BSW 99/12"

 

 

Aphyosemion bochtleri "GWW 86/11"

Aphyosemion bochtleri "GWW 86/11", Weibchen

 

 

 

Aphyosemion pascheni

 

 

 

Untergattung Mesoaphyosemion (coeleste-Gruppe):

 

Aphyosemion coeleste "Malinga"

Aphyosemion citrineipinnis "BSWG 97/22"

 

 

Aphyosemion ocellatum

Aphyosemion ocellatum "GBN 88/17"

 

 

 

 

Untergattung Mesoaphyosemion (restliche Arten):

 

Aphyosemion hera "96/1-2 ARK"

Aphyosemion hera "96/1-2 ARK", Weibchen

 

 

Aphyosemion raddai

Aphyosemion labarrei

 

 

Aphyosemion louessense

Aphyosemion ogoense pyrophore "GHP 80/23" 

 

 

Aphyosemion hofmanni "GBG 93/17"

Aphyosemion striatum

 

 

Aphyosemion primigenium

Aphyosemion primigenium

 

 

Aphyosemion cameronense "LEC 93/5"

Aphyosemion sp. "GBH 01/25"

 

Untergattung(?) Kathetys:

 

Kathetys elberti "Foumban"

Kathetys elberti "Gaundere"

 

 

Kathetys elberti "GKCAR 90/17"

Kathetys elberti "Nnen"

 

 

Kathetys dargei

Kathetys exiguum "GKC 90/9"

 

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