Standesamtliche Trauung: Tipps zur Vorbereitung

Hierzulande ist eine standesamtliche Trauung die einzige Methode, um offiziell gesetzlich verheiratet zu sein. Doch wer sich vor dem Standesamt das Ja-Wort geben möchte, muss explizit einige bestimmte Vorschriften beachten.

Anmeldungen für einen Hochzeitstermin sind maximal ein Jahr im Vorfeld möglich

Eine sogenannte Anmeldung zur Eheschließung können zukünftige Brautleute bis zu sechs Monate vor dem geplanten Hochzeitstermin durchführen. Nur vereinzelt ist es bei einigen Standesämtern möglich, Termine bis zu einem Jahr im Voraus zu reservieren. Beliebte Termine wie Freitage im Sommer oder Daten mit Schnapszahl sind natürlich besonders beliebt. Deshalb ist es wichtig, besonders schnell zu reagieren. Eine Anmeldung erfolgt stets über das Standesamt, bei dem die Brautleute gemeldet sind. Danach steht es jedem frei, deutschlandweit ein beliebiges Standesamt für die Trauung auszuwählen.

Wichtige Dokumente für die Anmeldung

Neben der Entscheidung für einen bestimmten Nachnamen benötigen Sie folgende Unterlagen für das Standesamt:

  • beglaubigte Abschrift aus Geburtsregister
  • Geburtsurkunde
  • Personalausweis bzw. Reisepass
  • etwaige Geburtsurkunden gemeinsamer Kinder
  • etwaige Heirats- oder Scheidungsurkunden
  • etwaige Aufenthaltsgenehmigung bzw. Nachweis über Staatsangehörigkeit
  • etwaige Einverständniserklärung von Sorgeberechtigten, falls Ehepartner noch nicht volljährig sind

Besondere Aufmerksamkeit gilt außerdem der Frage, welche Gäste zur Trauung eingeladen werden. Da die Anzahl an Sitzplätzen in den meisten Standesämtern recht begrenzt ist, entscheiden sich Braut und Bräutigam zumeist für den engen Familien- und Freundeskreis. Heutzutage ist eine Anwesenheit von Trauzeugen nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben. Das bedeutet nicht, dass enge Freunde oder Familienangehörige nicht dennoch ihren Segen für die gemeinsame Ehe geben können. Doch eine Begleitung von Trauzeugen ist nicht verpflichtend. Die Anmeldegebühr beträgt beim Standesamt 40 Euro. Für eine Trauung am Samstag oder Gebühren für das Stammbuch oder beglaubigte Kopien fallen weitere Kosten an. Wer mit einem Maximum von 100 Euro rechnet, dürfte auf der sicheren Seite sein.

Der Ablauf der Trauung

Eine standesamtliche Trauung dauert etwa eine halbe Stunde. Allerdings sollte das Brautpaar und die Gäste bereits einige Minuten vor Beginn erscheinen. Beispielsweise müssen die Brautleute und Trauzeugen den Personalausweis bereithalten. Haben sich alle Gäste sowie Braut und Bräutigam im Saal des Standesamts versammelt, hält der Standesbeamte eine Rede. Wer in die Einführung persönliche Worte oder Anekdoten aus der Beziehung einfließen lassen möchte, muss diese Details schon im Vorfeld mit dem Standesbeamten abklären. Geben sich die Brautleute bei der Frage mit dem Wunsch zur gemeinsamen Ehe das Ja-Wort, werden beide für rechtsmäßig verheiratet erklärt.

Die Übergabe der Ringe: ein symbolischer Akt

Nunmehr erfolgt erfahrungsgemäß die Übergabe der Ringe. Ob vor Ort Eheringe in Silber, in glänzendem Gold, mit oder ohne Gravur ausgetauscht werden, spielt für die Gültigkeit der Ehe keine Rolle. Der Tausch der Ringe ist ein symbolischer Akt, dem der erste Kuss nach der Vermählung folgt. Im Anschluss verewigen sich Frischvermählte und Trauzeugen im Ehebuch. Außerdem erhalten die Ehepaare eine Hochzeitsurkunde.

Die Trauung individuell gestalten

In den meisten Standesämtern ist es außerdem möglich, Musik zu spielen. Diese Frage sollten die Brautleute in spe vor der Trauung mit dem Standesbeamten klären. Möchten enge Vertraute während der Zeremonie Gedichte vortragen oder sich mit emotionalen Worten an Braut und Bräutigam wenden, kommen die Standesbeamten diesem Wunsch natürlich ebenfalls nach. Dann steht der gemeinsamen standesamtlichen Hochzeit nichts mehr im Wege.

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